Epoxidharze sind duroplastische Polymere mit einzigartigen mechanischen Eigenschaften und einer hohen mechanischen Widerstandskraft. Sie sind das Ergebnis einer chemischen Reaktion, die im Englischen mit curing  bezeichnet wird, also „Aushärtung“, an der Epoxide sowie andere Chemikalien beteiligt sind. Letztere werden auch als „Härtungsmittel“ oder „Härter“bezeichnet. Eine Reihe von Substanzen können als Härter verwendet werden, wie beispielsweise Polyamine, Aminoamide oder Phenolverbindungen.

Der Aushärtungsprozess besteht in einer exothermischen Reaktion, die auf zwei Wegen herbeigeführt werden kann: Entweder man bringt die Epoxidharze dazu, mit sich selbst zu reagieren (katalytische Homopolymerisation), oder man erzeugt eine Vernetzungsreaktion mit einem Härter. Nach dem Aushärtungsprozess erhält man einen Epoxidkunststoff mit einzigartigen Hafteigenschaften und von außerordentlicher Beständigkeit, Widerstandsfähigkeit und Vielseitigkeit.

Je nach gewünschtem Ergebnis lassen sich Epoxidharze in unterschiedlichen Verhältnissen mischen. Es ist außerdem möglich, Additive wie z.B. Weichmacher, Pigmente, Stell-und Verlaufsmittel oder Füllstoffe hinzuzugeben, welche die Verarbeitungseigenschaften des Epoxids und seine späteren Verwendungsmöglichkeiten bestimmen.

Wussten Sie schon …?

Derzeit gibt es mehr als 50 verschiedene Substanzen, die man als Epoxidharze bezeichnet. Darüber hinaus existieren Hunderte von Härtern, die die Eigenschaften von Epoxidkunststoffen verändern können, damit diese in den verschiedensten Anwendungen eingesetzt werden können. Bestimmte Leistungseigenschaften sind dagegen allen Epoxidharzen zu eigen.