Aushärtung

In der Chemie bezeichnet dieser Begriff eine Reaktion, bei der Polymerketten miteinander zu einem dreidimensionalen Netzwerk „verknüpft“ werden. Durch den Prozeß der Aushärtung verändern sich die Eigenschaften der ausgehärteten Materialien. Hierbei wird eine Steigerung der Oberflächenhärte, der Zähigkeit, des Schmelzpunktes sowie eine Absenkung der Löslichkeit beobachtet. Epoxidharze lässt man mithilfe anderer Substanzen (sogenannter „Härter“) aushärten oderim Rahmen eines katalytisch und thermisch induzierten Homopolymerisationsprozesses mit sich selbst umsetzen.

BADGE

Auch bekannt unter der Bezeichnung DGEBA, die Abkürzung für „Bisphenol-A-Diglycidylether“, der niedermolekularsten Verbindung in einer Reihe von Epoxidharzen.

Beschichtungen

Beschichtungen, die auf die Oberfläche von Alltagsgeräten und Industrieanlagen aufgebracht werden, bieten eine Vielzahl von Funktions- und Schutzeigenschaften sowie ästhetische Vorzüge. Epoxidharzbeschichtungen und -lacke erfreuen sich großer Beliebtheit, wenn es darum geht, Materialien zu schützen und ihre Leistungseigenschaften zu optimieren. Sie kommen bei unterschiedlichen Anwendungen zum Einsatz, beispielsweise in Bodenbelägen, Schiffsrümpfen, Windkraftanlagen, Ölförderleitungen usw. Siehe auch: Pulverbeschichtungen.

DGEBA

Siehe: BADGE.

Epoxid oder Epoxyd

Ausgehärtete Epoxidharze sind das Ergebnis einer chemischen Reaktion namens „Härtung“ oder„Aushärtung“, bei der die ungehärteten Epoxidharze mit anderen Chemikalien, den sogenannten Härtern, zu harten, amorphen und unlöslichen Epoxidharzkunstoffen reagieren. Da Harze jedoch die wichtigsten Bestandteile von Epoxidharzkunststoffen sind, wird im Alltag, recht verwirrend, meist der Begriff „Epoxidharze“ verwendet, um sowohl das ausgehärtete Endprodukt als auch das noch nicht ausgehärtete Harz zu beschreiben.  Manchmal wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch der Begriff „Epoxy“ an Stelle von Epoxidharz verwendet.

Epoxide

Eine organische Verbindung aus zwei Kohlenstoffatomen und einem Sauerstoffatom, die mit einer Alkyl- oder Arylgruppe verbunden ist. Epoxidharze enthalten fast immer mindestens zwei Epoxidgruppen. Der Anteil an Epoxidgruppen in einem Epoxidharz, die sogenannte Epoxidzahl, wird verwendet, um die nötige Menge des Härtermenge zu errechnen, die für die stöchiometrische Aushärtung des Epoxidharzes benötigt wird.

Epoxidharze

Ungehärtete Epoxidharze sind eine Klasse von Prepolymeren und Polymeren, die mehr als eine Epoxidgruppe enthalten. Die überwältigende Mehrheit der Epoxidharze basiert auf Erdölderivaten, die in einem industriellen Herstellungsverfahren erzeugt werden. Heute gibt es Hunderte verschiedener Epoxidharze, die meist aus den Ausgangsstoffen Epichlorohydrin und Bisphenol A hergestellt werden.

Epoxidsystem

Es werden viele chemische Komponenten benötigt, um das gehärtete Epoxyendprodukt herzustellen. Epoxidharze sind oft  auch für den Endverbraucher erhältlich, meist als Zwei-Komponenten-Systeme bestehend aus einem Epoxidharz und einem Härter. Komplexere, industrielle Systeme bestehen häufig aus mehreren Harzen und Härtern sowie anderen Komponenten.

Härter

Dies sind Substanzen, die zur Aushärtung von Epoxidharzen verwendet werden, um diese in ausgehärtete Epoxidharzsysteme umzuwandeln. Die bekanntesten Härtemittel für Epoxidharze sind Amine, Säuren, Säureanhydride, Phenole, Alkohole und Thiole.

Harze

Siehe: Epoxidharz.

Homopolymerisation

Einige Epoxidharze werden in einem Prozess der katalytischen Homopolymerisation ausgehärtet, bei dem sie mit sich selbst (und nicht mit anderen Chemikalien) reagieren. Bei diesem Prozess werden die Sauerstoffatome der Epoxidgruppen mithilfe von sauren oder basischen Katalysatoren abreagiert.

Niedriges und hohes molekulares Gewicht

Die molekulare Masse eines  chemischen Verbindung, entspricht der Summe der Masse jedes einzelnen Atoms, multipliziert mit der Anzahl der Atome des Elements in der molekularen Zusammensetzung. Das Molekulargewicht von Epoxiden kann niedrig sein (sie sind dann bei Raumtemperatur eine honigartige Flüssigkeit), oder auch hoch (das Harz hat dann eine eher feste Form). Epoxidharze mit niedrigem Molekulargewicht haben andere Einsatzbereiche als solche mit hohem Molekulargewicht. Erstere werden in Gussteilen, Beschichtungen oder Füllklebern eingesetzt, Letztere eher in Beschichtungen,m Farben und Lacken.

Polymer

Ein breites Spektrum von Substanzen mit einer Struktur, die aus kleineren, miteinander verbundenen Molekülen namens „Monomeren“ besteht. Epoxidharze sind duroplastische Polymere, welche durch Vernetzung oder Aushärtung entstehen und optimale mechanische Eigenschaften sowie hohe Widerstandskraft aufweisen.

Pulverbeschichtung

Lösungsmittelfreie Beschichtung, die elektrostatisch appliziert wird und anschließend aushärtet. Die Beschichtung bildet eine Schutzschicht für eine Vielzahl von Verbrauchs- oder Industriegütern. Viele Pulverbeschichtungen auf Epoxidharzbasis findet man als „funktionale Beschichtungen“ auf Küchenherden, Kühlschränken und Waschmaschinen, die sie vor Transport- oder Installationsschäden bzw. vor der Einwirkung schädlicher Chemikalien schützen, welche innere oder äußere Beschädigungen während der Reinigung hervorrufen könnten.

Thermohärtende Polymere

Hierbei handelt es sich um Polymere, die mittels engerieintensiver Härtungsreaktionen einen irrversiblen festen Aggregatzustand erreichen. Gehärtete Duromere werden geläufigerweise auch als Duroplaste bezeichnet. Alle auf Epoxidharzen basierende Polymere sind als Duromere (Duroplasten) zu betrachten, d.h. sie können im Gegensatz zu Thermoplasten nicht wieder aufgeschmolzen werden, sobald der Härtungsprozeß vollzogen ist.

Waterborne Cathodic Electro Deposition (CED)

An epoxy-based coating which helps prevent rust and corrosion on metal parts used for example in vehicle bodies. The process to apply such technology involves a thin anti-corrosive coating as a primer onto metal parts and is now standard throughout the automotive industry.