Die am besten geeignete wissenschaftliche Methode zur Beurteilung der Exposition gegenüber Epoxiden (oder anderen Stoffen) ist die Analyse der Anwesenheit von Metaboliten im Blut oder Urin. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) haben im Jahr 2010 eine Zusammenarbeit gestartet, um die Entwicklung von Analysemethoden für ein qualitativ hochwertiges standardisiertes Human Biomonitoring (HBM) zu fördern. Dabei wurden folgende Maßnahmen getroffen:

  • Auswahl von 50 Substanzen über einen Zeitraum von 10 Jahren (Priorisierung der Substanzen).
  • Initiierung der Entwicklung von Analysemethoden zur Bestimmung von Substanzen in Blut oder Urin durch Fachinstitute in Zusammenarbeit mit Sponsoren der Industrie
  • Verbesserung des Wissens über neuere Chemikalien, denen die Bevölkerung möglicherweise stärker ausgesetzt ist oder die Auswirkungen auf die Gesundheit haben können (nicht die Exposition von Arbeitskräften).
  • Schwerpunkt auf das Erkennen sehr niedriger Konzentrationen im Urin oder Blut der keiner Exposition ausgesetzten allgemeinen Öffentlichkeit (als Hintergrundkonzentration bezeichnet).

Das Expertengremium für Human-Biomonitoring schlug vor, BADGE im Jahr 2017 zu analysieren. Das Epoxy Resins Committee und das BPA REACH-Konsortium unterstützten die Initiative, indem sie Fachwissen und Informationen aus dem REACH-Dossier bereitstellten und die Entwicklung der Analysemethoden überwachten. Um die Exposition von Personen gegenüber BADGE richtig abzuschätzen, müssen ein bestimmter Metabolit als Biomarker, die Halbwertzeit des Ausgangsmoleküls (BADGE) und der Metaboliten sowie eine geeignete Matrix für die Messung des Biomarkers (Urin oder Blut/Plasma) ausgewählt werden.

 

BADGE

Andere Epoxidbausteine

Exposition von Verbrauchern

Humanes Biomonitoring